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Kinderwunsch Clinic sucht qualifiziertes Personal

20. Dezember 2011

Wir erweitern unser Team.
(40 Wochenstunden)

Seit 16 Jahren hilft unsere Clinic Paaren ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Die spannende Welt der Medizin rund um den Kinderwunsch lässt aus LIEBE LEBEN werden.

Biomedizinische Analytikerin oder Biologin (m/w) (Karenzvertretung):

Neben der fachlichen Qualifikation und adäquater fundierter Praxis im Labor erwarten wir von Ihnen:

  • Bereitschaft zur Kooperation im Team
  • geschickter Umgang im Labor
  • Bereitschaft für Wochenenddienste
  • verantwortungsbewusstes, selbstständiges Arbeiten
  • gute Umgangsform
  • Belastbarkeit und Flexibilität
  • Freude im Umgang mit Menschen und Erlernen neuer Techniken
  • Genauigkeit, Verlässlichkeit
  • Deutsch und EDV-Kenntnisse

Wir bieten Ihnen:

  • ein vielseitiges, interessantes Aufgabengebiet
  • junges, engagiertes, dynamisches Team

Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung, die Sie an: Priv. Kinderwunsch-Clinic Dr. J. Zech GmbH, Grabenweg 64, 6020 Innsbruck oder per Email richten.

Unerfüllter Kinderwunsch bei Übergewicht – Adipositas und Untergewicht

01. November 2011

Starkes Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas) können Gründe für einen unerfüllten Kinderwunsch sein.

Wenn eine Frau einen Body-Mass Index (BMI) von über 25 hat, spricht man von Übergewicht, welches die Chance auf eine Schwangerschaft verringert. Der BMI errechnet sich aus Körpergewicht [kg] / Körpergröße [m] x Körpergröße [m] und sollte bei einer Frau zwischen 20 und 25 liegen, denn zu viel körpereigenes Fett kann den Hormonhaushalt der Frau ins Schwanken bringen. Die Erhöhung von Blutfetten und Fettgewebshormonen sowie ein erhöhter Insulin- und Blutzuckerspiegel sind häufig die Folge. Des weiteren werden die Hormone der Hirnanhangsdrüse, welche für die Eizellreifung und den Eisprung verantwortlich sind, in ein Ungleichgewicht gebracht. Oftmals kommt es zu einem Anstieg an männlichen Geschlechtshormonen (Androgenen) wie dem Testosteron; ein Polyzystisches Ovar (PCO) kann die Ursache sein. Dies ist eine endokrinologische Erkrankung, die in den Eierstöcken viele kleine Eibläschen (= Zysten) hervorruft, die jedoch nicht heranreifen, sondern vorzeitig verkümmern. Es kommt nur selten oder gar nicht zum Eisprung, die Periode wird unregelmäßig oder setzt gänzlich aus (Norman et al, 2002 und 2004).

Auch bei Männern mit schwerem Übergewicht kann es zu einer verminderten Zeugungsfähigkeit oder sogar Sterilität kommen. Fakt ist, dass bei übergewichtigen Männern die Hodenfunktion reduziert ist (Stewart et al, 2009). Ein erniedrigter Testosteronspiegel, eine gestörte Spermienproduktion sowie eine reduzierte Spermienbeweglichkeit kann bei übergewichtigen Männern nachgewiesen werden.

Doch nicht nur zu viele Kilos sondern auch Untergewicht (BMI unter 18,5)  kann Probleme bei der Familienplanung bereiten (Frisch, 1978, 1987, 1989, 1996;  Scott and Johnston, 1982; Schweiger et al., 1987).  Frauen die sehr dünn sind oder an Untergewicht leiden, haben häufig einen langen Zyklus oder zum Teil auch gar keine Monatsblutung (= Amenorrhoe). Bei einem Gewicht von weniger als etwa 45 kg bleiben Eisprung und Menstruation aus. Diese Gewichtsgrenze gilt unabhängig von Größe und Körperbau für alle Frauen.

Das hormonelle Gleichgewicht kann durch viele verschiedene Faktoren beeinflusst werden, wie beispielsweise Rauchen, falsche Ernährung, Stress, Klimawechsel, Gewicht etc. Sollte ihr Kinderwunsch nach längerer Zeit nicht erfüllt werden, sollten sie einen Gynäkologen um Rat Fragen. Unser Team der Kinderwunsch-Clinic berät Sie gerne.

Private Kinderwunsch Clinic
Telefon: +43 (0) 512/ 57 91 24
e-mail : info@kinderwunsch.at

Norman RJ et al, 2002: The role of lifestyle modification in polycystic ovary syndrome. Trends Endocrinol Metab 13,251–257.
Norman RJ et al, 2004:. Improving reproductive performance in overweight/obese women with effective weight management. Hum Reprod 10:267–80.
Stewart et al. 2009:;. Associations between andrological measures, hormones and semen quality in fertile Australian men: inverse relationship between obesity and sperm output.
Human Reprod 24(7):1561-8.
Frisch RE, 1978: Population, food intake, and fertility. There is historical evidence for a direct effect of nutrition on reproductive ability. Science 199:22-30.
Frisch RE, 1987: Body fat, menarche, fitness and fertility. Hum Reprod 2:521-533.
Frisch RE, 1989: Body weight and reproduction. Science 246:432.
Frisch RE, 1996: The right weight: body fat, menarche, and fertility. Nutrition 12:452-453.
Scott EC and Johnston FE, 1982: Critical fat, menarche, and the maintenance of menstrual cycles: a critical review. J Adolesc Health Care ;2:249-260.
Schweiger U et al, 1987: Diet-induced menstrual irregularities: effects of age and weight loss. Fertil Steril 48:746-751.

Folsäure für Schwangere – Kinderwunsch – Informationen von Dr. Zech

16. August 2011

Folsäure  für Schwangere:

Immer mehr Untersuchungen belegen, dass Folsäure, oder auch Vitamin B9 genannt eine sehr wichtige Rolle während der Schwangerschaft spielt. Besonders markant ist ein Folsäuremangel in der Schwangerschaft, da er zu Entwicklungsstörungen des Kindes führt. Folsäure hat unter anderem die Aufgabe ein überschießendes Wachstum von Organen während der frühen Entwicklung zu verhindern. Fehlt dem Kind die Folsäure, dann führt dies dazu, dass das Zentralnervensystem  im Bereich des Rückens nicht mit dem Wachstum aufhört und sich somit das Neuralrohr nicht schließt. Es kann somit weiter wachsen und somit werden die Nervenstränge abgedrückt, was nach der Geburt zu Lähmungserscheinungen und zu schweren Behinderungen beim Kind führen kann. Auch Bluterkrankungen, Lippen-Kiefer-Spaltenmissbildungen und Herzmissbildungen sind seit längerem bekannt.

Folsäure ist zwar in Getreide, in allen Blattgemüsesorten (v.a. Spinat oder Wirsing) und Innereien enthalten, aber es kann auch bei abwechslungsreicher Ernährung der Frau zu einer mangelhaften Aufnahme durch den Darm kommen, oder vermehrt im Körper verbraucht werden. Besonders, wenn eine Frau  vor der Schwangerschaft über viele Jahre die Pille genommen hat, ist ihr normaler Folsäurespiegel verringert. Der Bedarf an Folsäure sinkt in der Schwangerschaft durch den enormen Verbrauch des Kindes um ca die Hälfte. Wissenschaftler haben errechnet, dass für eine Frau in der Schwangerschaft eine Zufuhr von 400 Milligramm pro Tag ideal wäre. Aber schon einige Monate vor einer Schwangerschaft und auch noch in der Stillphase sollte Folsäure eingenommen werden.

Zu viel Folsäure kann auch ungesund sein. Es kann die Neigung zur Krebsentstehung negativ beeinflussen  und zur Bildung von Allergien führen. Die Bestimmung des Folsäure-Wertes im Blut der Frau kann hier Aufschluss geben.

ESHRE in Stockholm 2011 Newsletter – Reproduktionsmedizin – IVF News von Dr. Zech

16. August 2011

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

da die Wissenschaft natürlich auch auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin ständig Neues  berichtet und Ihr ja sonst mit  neuen Entwicklungen im Bereich Gynäkologie und Geburtshilfe überhäuft werdet, habe ich mir erlaubt, Euch ganz speziell über die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Reproduktionsmedizin mittels Newsletter zu informieren. Dazu werde ich ab sofort als kleines Dankeschön für die gute Zusammenarbeit regelmäßig einen Newsletter verschicken.

In diesem ersten Newsletter möchte ich über den europäischen Kongress in Stockholm (Juli 2011 ESHRE) berichten.

Beim ESHRE in Stockholm waren über 300 Vorträge. Die interessantesten Ergebnisse möchte ich Euch in Stichworten mitteilen.

Kontrazeption:
Die kontrazeptive Effektivität nach Sterilisation mit Essure:  Versagerrate (5 Jahre):  0,25%, Pearl-Index (5 Jahre): 0,05

Konzeption:
Clearblue Ovulationstest versus Kalendermethode: Gegenüber der Kalendermethode mit ca 30% konnte der Ovulationstest mit 72,2% Detektionsrate signifikant besser die fruchtbaren Tage vorhersagen. Wenn der Ovulationstest 20 Tage lang durchgeführt wird, kann sogar mit 98%iger Wahrscheinlichkeit die Ovulation bestimmt werden.

Urinäre Bisphenol-A  (BPA) Konzentrationen  beeinflussen negativ die ovarielle Reserve bei Frauen mit Sterilität:  BPA ist Ausgangssubstanz für viele Kunststoffe (Verpackungen, Flaschen, Spielzeug). Die Hypothese, dass BPA-Exposition zu einem beschleunigten Follikelverlust beim Menschen führt, wurde durch die Untersuchung unterstützt.

Neuer Schwellenwert der Follikelzahl (AFC) und des Serum-AMH für die Definition PCOS:
Aufgrund der höheren Sensitivität und Spezifität des AMH-Schwellenwerts von 5ng/ml oder 35pmol/l sollte die AMH-Bestimmung als Kriterium für die Diagnostik des PCOS aufgenommen werden. Der Schwellenwert von >12 Follikel/Ovar sollte auf 19Foll./Ovar geändert werden.

PCO und Metformin:
Untersuchungen des Granulosa Zell Metabolismus konnten zeigen, dass bei PCOS Patientinnen Metformin zu einem verbesserten Glukosemetabolismus und zu einer Verminderung der Laktatakkumulation in Richtung „Normalkollektiv“.

Adipositas:
Die Follikelflüssigkeit adipöser Frauen ist im Vergleich zu der von Normalgewichtigen signifikant unterschiedlich und die Oozytenentwicklung beeinträchtigt.

Klinefelter Syndrom (47XXY):
Solche Pat. haben in 40% einen positiven Spermiennachweis in der TESE!
Junges Alter erhöht die Chancen für den Spermiennachweis. Präoperativ niedriges Testosteron < 7,5nmol/l ist ungünstig. Präoperative Testosterongaben sind ungünstig und müssen pausiert werden.

Timing der IUI: 24 versus 48 Stunden nach dem spontanen LH Anstieg:
Ergebnis: Es gibt keinen signifikanten Unterschied in der SS Rate!
Wichtig jedoch ist, dass die IUI vor dem Eisprung stattfindet.

Effekt des BMI (Body Mass Index) auf das IVF Ergebnis (Klin. SSRate, Geburtenrate und Abortrate):
Ein BMI > oder gleich 25 hat einen neg. Zusammenhang mit Lebendgeburt- und Abortrate.

Dünnes Endometrium und vorangegangene Curretage:
Es besteht ein Zusammenhang zwischen dünnem Endometrium und SS-Rate bei IVF und Kryozyklen. Vorangegangene Curettagen sind ein Risikofaktor für Hypomenorrhoe und Verwachsungen.

Reduzieren Myome die Erfolgsrate bei Eizellspendezyklen (=ohne Stimulation)?
Myome reduzieren die SS Rate
Myome erhöhen das Risiko in der Schwangerschaft
Myomnarben scheinen das Geburtsrisiko nicht deutlich zu erhöhen.
Submuköse Myome mit > ca 5cm sollten entfernt werden.
Chirurgische Myomentfernungen sind der Embolisation vorzuziehen.

Erste allogene Uterus-Transplantation im Tiermodell bei der Ratte geglückt: Geburt von gesunden Baby Ratten.

Biopsie von Tag 3 Embryonen und Durchführung von FISH Methode ist nicht sinnvoll.
Trend geht zur Blastocystenbiopsie und Durchführung von CGH.

Neue Zahlen bei Ab. Habitualis Patienten:

In 86% dieser Patienten treten mit und ohne begleitende Therapie innerhalb von 2 Jahren Schwangerschaften ein und in 65% gibt es Lebend Geburten.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich hoffe, Euch damit einen kurzen Überblick über die neuesten Erkenntnisse dieses wissenschaftlichen Großereignisses gegeben zu haben. Ich möchte jedoch darauf hinweisen, dass ich die Themen äußerst subjektiv ausgewählt habe. Bei über 300 Vorträgen ist es nicht leicht, jene auszuwählen, die Euch eventuell Interessieren könnten.

Mit lieben Grüßen,
Josef Zech

Kostenloser Info-Abend zum Thema künstliche Befruchtung am 28. Feber 2012 um 20.15 Uhr in der Privaten Kinderwunsch Clinic

27. Juli 2011

Die Private Kinderwunsch Clinic möchte Sie herzlich zum kostenlosen Informationsabend
zum Thema künstliche Befruchtung am 28. Feber 2012 um 20.15 Uhr einladen.

Um Anmeldung wird gebeten!

Wir freuen uns auf Ihr Kommen

Private Kinderwunsch Clinic
Telefon: +43 (0) 512/ 57 91 24
e-mail : info@kinderwunsch.at

Social freezing- Fertilitätsreserve – Kryokonservierung – IVF – In-vitro-Fertilisation

13. Juli 2011

Social freezing – Fertilitätsreserve – Mutterschaft auf Eis legen

Unter Fertilitätsreserve versteht man das Tieffrieren (= Kryokonservieren) von Ei- oder Samenzellen, um zu einem späteren Zeitpunkt eine gewünschte Schwangerschaft mit „jungen, gesunden“ Geschlechtszellen zu ermöglichen.

Frauen haben zur Zeit der Geburt ca. 2 Millionen Eizellen in den Eierstöcken angelegt. Dieser Vorrat nimmt jedoch bis zur Pubertät auf ca. 400.000 – 500.000 Eizellen ab. Zum Zeitpunkt der Menopause sinkt deren Anzahl quasi auf Null. Nach Einsetzen der ersten Regelblutung verliert die Frau jeden Monat etwa 500 bis 1.000 Eizellen. Leider nimmt auch die Qualität der Eizellen mit zunehmendem Alter ab. Beispielsweise ist bei einer Frau mit 30 jede zweite bis dritte Eizelle genetisch in Ordnung, wohingegen bei einer 40-jährigen Frau nur mehr jede fünfte bis sechste Eizelle genetisch gesund ist.

Modernste Gefriermethoden machen es heute möglich, Geschlechtszellen zu konservieren. Ursprünglich wurde diese Technik für erkrankte Menschen entwickelt, deren Leid, oder die dazugehörige lebensrettende Therapie negative Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit hat, beispielsweise eine Chemotherapie. In solchen Fällen wird jungen, kinderlosen Patienten geraten ihre gesunden Ei- oder Samenzellen vor der Chemotherapie tief zu frieren, um einen späteren Kinderwunsch zu ermöglichen. Heute ist die Fertilitätsreserve aufgrund unseres Lebensstils in den Vordergrund gerückt. Immer mehr Frauen verschieben ihren Kinderwunsch – häufig aufgrund ihrer Karriere – auf einen späteren Lebensabschnitt.

Studien und Umfragen zu Folge befasst sich die heutige weibliche Generation erst mit Anfang, bis Mitte 30 ernsthaft mit dem Thema Kinderwunsch. Jedoch wäre der ideale Zeitpunkt um eine gute Schwangerschaftsrate aufgrund guter Eizellqualität zu ermöglichen, bei Frauen Anfang 20 bis Anfang 30. Ist eine Frau bereits 40 Jahre alt, so ist eine spontane Schwangerschaft nur mehr bei max. 10 % möglich, bei Überschreiten des 45. Lebensjahres ist eine Spontanschwangerschaft eine Seltenheit.

Um eine möglichst erfolgreiche Kryokonservierung von Eizellen zu ermöglichen, wird die Frau zuerst hormonell stimuliert um eine größere Anzahl an Eibläschen (Follikel) zu produzieren, aus denen dann die Eizellen abgesaugt und tief gefroren werden. So können Eizellen über mehrere Jahrzehnte unbeschadet konserviert werden. Würde sich also eine dreißig jährige Frau dazu entschließen ihre Eizellen tief zu frieren und sich erst mit 40 Jahren Kinder wünschen, dann entspricht die Qualität der Eizelle nicht der 40 jährigen Frau, sondern immer noch der 30 Jährigen. Dementsprechend höher ist die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft und vor allem sind die Risiken für eine angeborene Behinderung wesentlich niedriger.

Wir führen schon längere Zeit solche Eizellkonservierungen erfolgreich durch.

Gerne stehen wir für Fragen zur Verfügung!

Kinderwunsch – schwanger werden: Alkohol und Schwangerschaft

01. Juni 2011

Alkohol und Schwangerschaft – wichtige Informationen

Es sollt sich eigentlich inzwischen herumgesprochen haben, dass Alkohol in der Schwangerschaft für das Kind absolut schädlich ist. Man diskutiert leider immer noch, ob ein Glaserl, oder auch ein Stamperl nicht doch vielleicht unschädlich ist, oder sogar Medizin für die Mutter sein könnte! Erschreckendes Fakt ist, dass laut einer Umfrage des Robert Koch-Instituts vierzehn (14%) Prozent aller schwangeren Frauen im noch regelmäßig Wein, Bier oder sogar stärkeres trinken.

Alkohol ist pures Gift für den heranwachsenden Embryo, Feten und natürlich das geborene Kind.

Alkohol, hier natürlich Ethanol, kann ungehindert über die Plazenta, den Mutterkuchen zum Kind vordringen. Die Mutter hat die Möglichkeit ihr Ethanol über die Leber abzubauen. Dem ungeborenen Kind fehlt diese Möglichkeit gänzlich. Damit ist es der schädigenden Wirkung dieses Giftes hilflos ausgesetzt. Dieses Gift zerstört wertvolle, sich in voller Entwicklung befindende Zellen im Kind und hier vor allem Nervenzellen.

Besonders gefährlich ist dies kurz nach dem Ausbleiben der Regelblutung, also in der Frühschwangerschaft, wo der Embryo die Grundlagen für die Entwicklung der großen Organe vorbereitet.  Die Stammzellen, aus denen sich später die Nerven, das Rückenmark und das Gehirn entwickeln werden hier schon geschädigt. Kritisch ist auch die Zeit zwischen der siebten und der zwanzigsten Schwangerschaftswoche, da sich in dieser Phase die Nervenzellen besonders schnell vermehren. Solch geschädigte Kinder sind dann neurologisch und psychisch auffällig. Leider können solche Schäden nicht mehr behoben werden. Auch massive Zuwendung und Betreuung solch geschädigter Kinder kann keine Besserung mehr bringen.

IVF – Kryokonservierung – Embryo glue – ISMET – Infos von Dr. Zech zum Kinderwunsch

29. April 2011

Embryo-Kleber – Embryo-Glue erhöht Einnistungs- und Schwangerschaftsrate – ISM-ET

Die Einnistung eines Embryos in der Gebärmutter stellt immer noch einen der heikelsten Abschnitte bei der IVF (künstliche Befruchtung) dar. Hier kann ein so genannter Embryo-Kleber gute Unterstützung leisten.

Dabei handelt es sich um eine Flüssigkeit, welche durch Vermittlung von chemischen Signalen die Einnistung des Embryos in der Gebärmutterschleimhaut verbessert. Diese Flüssigkeit, wir nennen sie „Embryo-Transfer-Medium“, enthält neben essentiellen Nährstoffen für den Embryo auch Hyaluronan (= Hyaluronsäure). Hyaluronan, ein wichtiger Bestandteil des Bindegewebes ist nur schwer komprimierbar und hat somit eine Schutzfunktion über. Wenn der Embryo in das Transfer-Medium gebettet wird, wird er von diesem Kleber wie eine Hülle umschlossen. Diese Hülle bietet dem Embryo einerseits Schutz und ist andererseits durch seine klebrige Konsistenz für das Anheften des Embryos an die Gebärmutterschleimhaut (= Endometrium) wichtig.

Der Embroytransfer mit Embryo-Glue ist für Embryonen  am Tag 2 bis Tag 5  nach der Punktion geeignet. Ebenso führt dieses, speziell für den Embryotransfer entwickelte Medium, bei kryokonservierten (= tiefgefrorenen) Embryonen zu einer Erhöhung der Einnistungs- und Schwangerschaftsrate.

Sie haben Fragen zum Thema?
Das Team der Privaten Kinderwunsch Clinic steht Ihnen gerne mit Rat und Tag zur Seite!
E-Mail und Telefon +43 (0) 512 / 57 91 24

Glossar mit Erklärungen

Unerfüllter Kinderwunsch – Neuigkeiten aus der Reproduktionsmedizin: Der Zech Selektor

14. April 2011

Der Zech Selektor: Sensationelle Methode für die Reproduktionsmedizin

Samenzellen müssen, bevor sie für Befruchtungszwecke verwendet werden können, aus der Samenflüssigkeit gewonnen werden. Hierzu gibt es mehrere Möglichkeiten:

Die am häufigsten angewandten Verfahren benötigen Zentrifugationsschritte, bei denen die Samenzellen jedoch noch zusätzlich geschädigt werden können und auch sehr aufwändig sind. Dr. Josef Zech entwickelte schon vor mehreren Jahren eine Technologie, mit der es möglich ist, Samenzellen ohne Zentrifugation in höchster Qualität und in sehr hohen Mengen zu gewinnen. Nach mehreren Verbesserungen seiner Technologie (Zech-Selector) ist es ihm nun gelungen, nicht nur Samenzellen zu gewinnen, die eine gute Beweglichkeit, eine hohe Dichte und gute Morphologie aufweisen, sondern erstmals ist es möglich, ohne großen Aufwand, mittels einer genial einfachen Art und Weise, Samenzellen zu gewinnen, welche nahezu zu 100% frei sind von DNA-Strangbrüchen.

DNA-Strangbrüche sind Schädigungen des Erbgutes und entstehen im Körper des Menschen durch unterschiedlichste Einflüsse und haben zur Folge, dass die Erbinformation negativ verändert wird. Dies kann dazu führen, dass Frauen nicht schwanger werden, dass Schwangerschaften frühzeitig in einer Fehlgeburt enden oder dass vermehrt Missbildungen bei Kindern entstehen.

Mehr Informationen zum Zech Selector

Seminalplasmaspülung – Informationen der Privaten Kinderwunsch-Clinic

29. Dezember 2010

Seminalplasmaspülung

Das Ejakulat enthält ca. 10% Spermien und 90% Seminalplasma (= flüssiger Anteil). Dieses Seminalplasma besteht wiederum zu ca. 75% aus dem Samenblasensekret und zu ca. 25% aus dem Prostatasekret.  Das Samenblasensekret enthält neben verschiedensten Proteinen, die für das alkalische Milieu (pH 7-8) verantwortlich sind auch den Fruchtzucker Fructose, welcher als Energielieferant für die Spermienmotilität dient. Proteasen (= Enzyme) im Prostatasekret sind für die Verflüssigung des Ejakulates verantwortlich und das darin enthaltene „Spermin“ unterstützt die Beweglichkeit und Reifung der Spermien.

Das Seminalplasma fördert die mütterliche Immunantwort und bewirkt eine Immuntoleranz gegenüber dem Embryo, sodass dieser als „eigen“ anerkannt und nicht wieder abgestoßen wird. Weiters verursacht das Seminalplasma sowohl molekulare als auch zelluläre Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut, was für die  Einnistung des Embryos und dessen Weiterentwicklung essentiell ist.

Bei der natürlichen Zeugung eines Babys kommt die Gebärmutterschleimhaut (= Endometrium) automatisch mit den Wirkstoffen des Seminalplasmas des Mannes in Berührung, nicht jedoch bei der in vitro fertilisation. Wissenschaftlichen Studien zufolge konnte die Einnistungsrate des Embryos (= Implantationsrate) durch die sogenannte Seminalplasmaspülung erhöht werden. Dabei wird aufgereinigtes Seminalplasma (= Ejakulat ohne Spermien) unmittelbar nach der Eizellentnahme (= Einzellpunktion) schmerzfrei in den Gebärmutterhals und in  die Scheide gespritzt. Insbesonders bei Frauen mit mehrfach fehlgeschlagenen Einnistungen empfehlen wir unseren Patientinnen die Seminalplasmaspülung.