Newsletter| Magazin| Kontakt| Jobs| Glossar| Impressum| Sitemap

Archiv für die Kategorie ‘Schwangerschaft’

Unerfüllter Kinderwunsch bei Übergewicht – Adipositas und Untergewicht

Dienstag, 01. November 2011

Starkes Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas) können Gründe für einen unerfüllten Kinderwunsch sein.

Wenn eine Frau einen Body-Mass Index (BMI) von über 25 hat, spricht man von Übergewicht, welches die Chance auf eine Schwangerschaft verringert. Der BMI errechnet sich aus Körpergewicht [kg] / Körpergröße [m] x Körpergröße [m] und sollte bei einer Frau zwischen 20 und 25 liegen, denn zu viel körpereigenes Fett kann den Hormonhaushalt der Frau ins Schwanken bringen. Die Erhöhung von Blutfetten und Fettgewebshormonen sowie ein erhöhter Insulin- und Blutzuckerspiegel sind häufig die Folge. Des weiteren werden die Hormone der Hirnanhangsdrüse, welche für die Eizellreifung und den Eisprung verantwortlich sind, in ein Ungleichgewicht gebracht. Oftmals kommt es zu einem Anstieg an männlichen Geschlechtshormonen (Androgenen) wie dem Testosteron; ein Polyzystisches Ovar (PCO) kann die Ursache sein. Dies ist eine endokrinologische Erkrankung, die in den Eierstöcken viele kleine Eibläschen (= Zysten) hervorruft, die jedoch nicht heranreifen, sondern vorzeitig verkümmern. Es kommt nur selten oder gar nicht zum Eisprung, die Periode wird unregelmäßig oder setzt gänzlich aus (Norman et al, 2002 und 2004).

Auch bei Männern mit schwerem Übergewicht kann es zu einer verminderten Zeugungsfähigkeit oder sogar Sterilität kommen. Fakt ist, dass bei übergewichtigen Männern die Hodenfunktion reduziert ist (Stewart et al, 2009). Ein erniedrigter Testosteronspiegel, eine gestörte Spermienproduktion sowie eine reduzierte Spermienbeweglichkeit kann bei übergewichtigen Männern nachgewiesen werden.

Doch nicht nur zu viele Kilos sondern auch Untergewicht (BMI unter 18,5)  kann Probleme bei der Familienplanung bereiten (Frisch, 1978, 1987, 1989, 1996;  Scott and Johnston, 1982; Schweiger et al., 1987).  Frauen die sehr dünn sind oder an Untergewicht leiden, haben häufig einen langen Zyklus oder zum Teil auch gar keine Monatsblutung (= Amenorrhoe). Bei einem Gewicht von weniger als etwa 45 kg bleiben Eisprung und Menstruation aus. Diese Gewichtsgrenze gilt unabhängig von Größe und Körperbau für alle Frauen.

Das hormonelle Gleichgewicht kann durch viele verschiedene Faktoren beeinflusst werden, wie beispielsweise Rauchen, falsche Ernährung, Stress, Klimawechsel, Gewicht etc. Sollte ihr Kinderwunsch nach längerer Zeit nicht erfüllt werden, sollten sie einen Gynäkologen um Rat Fragen. Unser Team der Kinderwunsch-Clinic berät Sie gerne.

Private Kinderwunsch Clinic
Telefon: +43 (0) 512/ 57 91 24
e-mail : info@kinderwunsch.at

Norman RJ et al, 2002: The role of lifestyle modification in polycystic ovary syndrome. Trends Endocrinol Metab 13,251–257.
Norman RJ et al, 2004:. Improving reproductive performance in overweight/obese women with effective weight management. Hum Reprod 10:267–80.
Stewart et al. 2009:;. Associations between andrological measures, hormones and semen quality in fertile Australian men: inverse relationship between obesity and sperm output.
Human Reprod 24(7):1561-8.
Frisch RE, 1978: Population, food intake, and fertility. There is historical evidence for a direct effect of nutrition on reproductive ability. Science 199:22-30.
Frisch RE, 1987: Body fat, menarche, fitness and fertility. Hum Reprod 2:521-533.
Frisch RE, 1989: Body weight and reproduction. Science 246:432.
Frisch RE, 1996: The right weight: body fat, menarche, and fertility. Nutrition 12:452-453.
Scott EC and Johnston FE, 1982: Critical fat, menarche, and the maintenance of menstrual cycles: a critical review. J Adolesc Health Care ;2:249-260.
Schweiger U et al, 1987: Diet-induced menstrual irregularities: effects of age and weight loss. Fertil Steril 48:746-751.

Folsäure für Schwangere – Kinderwunsch – Informationen von Dr. Zech

Dienstag, 16. August 2011

Folsäure  für Schwangere:

Immer mehr Untersuchungen belegen, dass Folsäure, oder auch Vitamin B9 genannt eine sehr wichtige Rolle während der Schwangerschaft spielt. Besonders markant ist ein Folsäuremangel in der Schwangerschaft, da er zu Entwicklungsstörungen des Kindes führt. Folsäure hat unter anderem die Aufgabe ein überschießendes Wachstum von Organen während der frühen Entwicklung zu verhindern. Fehlt dem Kind die Folsäure, dann führt dies dazu, dass das Zentralnervensystem  im Bereich des Rückens nicht mit dem Wachstum aufhört und sich somit das Neuralrohr nicht schließt. Es kann somit weiter wachsen und somit werden die Nervenstränge abgedrückt, was nach der Geburt zu Lähmungserscheinungen und zu schweren Behinderungen beim Kind führen kann. Auch Bluterkrankungen, Lippen-Kiefer-Spaltenmissbildungen und Herzmissbildungen sind seit längerem bekannt.

Folsäure ist zwar in Getreide, in allen Blattgemüsesorten (v.a. Spinat oder Wirsing) und Innereien enthalten, aber es kann auch bei abwechslungsreicher Ernährung der Frau zu einer mangelhaften Aufnahme durch den Darm kommen, oder vermehrt im Körper verbraucht werden. Besonders, wenn eine Frau  vor der Schwangerschaft über viele Jahre die Pille genommen hat, ist ihr normaler Folsäurespiegel verringert. Der Bedarf an Folsäure sinkt in der Schwangerschaft durch den enormen Verbrauch des Kindes um ca die Hälfte. Wissenschaftler haben errechnet, dass für eine Frau in der Schwangerschaft eine Zufuhr von 400 Milligramm pro Tag ideal wäre. Aber schon einige Monate vor einer Schwangerschaft und auch noch in der Stillphase sollte Folsäure eingenommen werden.

Zu viel Folsäure kann auch ungesund sein. Es kann die Neigung zur Krebsentstehung negativ beeinflussen  und zur Bildung von Allergien führen. Die Bestimmung des Folsäure-Wertes im Blut der Frau kann hier Aufschluss geben.