Kryokonservierung
Unter Kryokonservierung versteht man das Tieffrieren von biologischem Material bei -196°C, was im Bereich der In-Vitro-Fertilisation (IVF) soviel heißt wie Spermien, Embryonen und Eizellen.
Spermien sind heute relativ unkompliziert zu konservieren. Bereits 1953 resultierte die erste Schwangerschaft aus tiefgefrorenen Spermien. Besonders empfehlenswert ist die Kryokonservierung von Spermien bei Krebspatienten vor einer Chemo- und Strahlentherapie, um dem Betroffenen auch nach seiner Krebsehandlung einen späteren Kinderwunsch zu erfüllen zu können.
Auch das Tieffrieren von Embryonen nach künstlicher Befruchtung ist heute eine gängige Methode im IVF-Bereich. Bereits 1984 wurde in Australien ein gesundes Mädchen geboren, das sich aus einem tiefgefrorenem Embryo entwickelte. Nach heutigem Wissensstand birgt das Kryokonservieren von befruchteten Eizellen keine gesundheitlichen Risiken für das werdende Kind.
Der Vorteil eines Cryo-Embryonentransfers für IVF-Patientinnen liegt darin, dass die deutlich niedrigere hormonelle Vorbereitung (im Vergleich zur Eizellpunktion) weniger zeitaufwendig, kostenaufwendig und belastend ist.
Der heutige Trend geht immer mehr dahin, dass die Ausbildung und Karriere von Frauen in den Vordergrund rückt, und der Kinderwunsch erst mit höherem Alter (über 30 Jahre) auftritt. Dies hat allerdings zur Folge, dass die Qualität der Eizellen und somit die Fruchtbarkeit der Frau mit steigendem Alter abnimmt, und die Erfüllung des Kinderwunsches erheblich erschwert. Dank reproduktionsmedizinischer Techniken kann auch dieses Probelm gelöst werden, indem Frauen im fruchtbarsten Alter (20-35 Jahre) ihre noch unbefruchteten Eizellen tieffrieren lassen. Bei auftretendem Kinderwunsch in höherem Alter können diese kryokonservierten Eizellen für eine Befruchtung herangezogen werden.
Dies wurde durch neue Tieffriertechniken möglich gemacht.
Auch für Frauen, welche ab 35 noch nicht den geeigneten Partner für eine Familienplanung gefunden haben, ist dies eine geeignete Möglichkeit.
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