Einst schickte Donar, der germanische Gott des Donners, einem unglücklichen Ehepaar einen Storch um ihm zum gewünschten Wunschkind zu verhelfen. Im Lauf der Zeit haben sich viele Legenden um den Storch entwickelt. Er ist aber neben dem Glück auch für die Lieferung der Kinder verantwortlich. Er soll die Babys direkt ins Schlafzimmer der Eltern liefern und dabei die Mutter in das Bein zwicken. Damit wurde den Kinder früher erklärt, warum eine Frau im Bett liegt, wenn sie ein Kind bekommt.
Paare, die in einem Haus mit einem Storchennest wohnen, sollen mit einer Vielzahl von Kindern gesegnet sein. Heute führt man das auch darauf zurück, dass diese Plätze laut Geopathie „gute Plätze” sind und nicht von Wasseradern, elektromagnetischen Feldern und dergleichen gestört sind. Man nimmt an, dass Paare, die nach einem Urlaub schwanger werden, oft zu Hause auf solchen Störfeldern schlafen. Es gibt Untersuchungen, die belegen, dass geopathische Störungen durchaus ein Grund dafür sein können, dass sich das Wunschkind so viel Zeit lässt.
Dass der Storch für die Kinder zuständig ist, könnte aber auch an dem Heilkraut Storchschnabel liegen. In der Volksmedizin wurde einem Paar empfohlen einen kalten Tee aus Ruprechtskraut zu trinken um schwanger zu werden. Man vermutet, dass die Wirkung auf einen östrogenhaltigen Inhaltsstoff beruhen könnte. Der Hormonspiegel soll beim Genuss des Tees harmonisiert werden und damit dem Paar zum Wunschkind verhelfen.
Warum man den Storch aber ursprünglich als den Überbringer der Babys gewählt hat, kann man nicht mehr 100%ig sagen. Allerdings ist er nach wie vor ein Zeichen für Kindersegen. Ist das Baby auf der Welt, wird oft ein Storch aufgestellt um mitzuteilen, dass in diesem Haus ein Baby eingezogen ist. Für Paare, die auf ein Wunschkind warten, ist ein Storch oftmals ein gutes Zeichen, dass sich bald eine Schwangerschaft einstellen wird.
Deswegen hat es uns besonders gefreut, als ein Storch den Weg zu unserer Kinderwunschklinik gefunden hat.
