Glossar

A

Akupunktur

Ist ein Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Diese bedient sich kurzen, dünnen Nadeln, welche an genau festgelegten Hauptpunkten am Körper gesetzt werden, um funktionelle Erkrankungen zu erkennne bzw. zu therapieren.

Androgene

Männliche Sexualhormone; sie steuern die Entwicklung männlicher Geschlechtsmerkmale. Androgene sind Vorläufer aller Estrogene, der weiblichen Geschlechtshormone. Das bekannteste Androgen ist Testosteron. Sie werden in der Nebenniere und den Hoden gebildet.

Andrologie

Ist eines der drei Hauptbereiche in einem IVF-Labor, welcher sich mit der Lehre von der Physiologie und Pathologie der männlichen Geschlechtsorgane beschäftigt. Der Schwerpunkt der Andrologie im IVF-Labor liegt in der Diagnostik und Therapie von männlichen Unfruchtbarkeitsproblemen.

Assisted Hatching

Einritzen der äußeren Eihülle des Embryos z.B. mit einem Laser, um die Einnistung des Embryos in die Gebärmutterschleimhaut zu erleichtern.

Assistierte Reproduktion

Künstliche Befruchtung

B

Blastozyste

Auch als Keimbläschen bezeichnet, ist das Entwicklungsstadium des Embryos, welches unmittelbar vor der Einnistung in die Gebärmutter auftritt. Die Blastozyste besteht aus einem inneren Hohlraum (Blastozystenhöhle), einer inneren Zellmasse (Embyoblast) und einer äußeren Zellmasse (Trophoblast).

C

CGH-Analyse

CGH-Analyse = Comparative genomic hybridization
Eine spezielle Methode der Polkörperdiagnostik.

D

Denudation

Entfernung der Cumuluszellen von der Eizelle mit Enzymen.

DNA

Desoxyribonucleinsäure (kurz DNS, deutsch)  oder Desoxyribonuclein-acid (klurz DNA, englisch) ist der Träger unserer Erbinformation (= Gene)

Down-Regulation

Gezielte Verringerung der körpereigenen Hormonausschüttung durch Medikamente.

E

Eierstöcke (Ovarien)

Zweifach angelegte, pflaumengroße Organe der Frau, in denen befruchtungsfähige Eizellen produziert werden. Die Eierstöcke bilden die Hormone Östrogen und Gestagen (gestatio = Schwangerschaft, gen = erzeugen)

Eileiter (Tuben)

Trichterförmiger "Muskelschlauch", in dem die Samenzelle zur Eizelle und die befruchteten Eizellen in die Gebärmutterhöhle geleitet werden.

Eileiterschwangerschaft (Extrauteringravidität)

Einnistung des Embryos in einem der Eileiter, statt in der Gebärmutterhöhle.

Eisprung (Ovulation)

Die Eizelle verlässt den Eierstock und tritt in den Eileiter über.

Eizelle

Auch Oocyte genannt, bezeichnet die weibliche Keimzelle, welche alle genetischen Anlagen einer Frau beinhaltet, die an ihre Kinder weitergegeben werden.

Ejakulat

Auch als Samenerguss bezeichnet, stellt das stoßweise Herausspritzen des Spermas dar.

Embryo

Früheste Lebensform, von der Verschmelzung der Ei- und Samenzelle (Zygotenstadium) bis hin zur 8. Schwangerschaftswoche.

Embryo-Glue

Embryo-Glue ist ein spezielles Embryo-Transfer-Medium, welches durch seine klebende Wirkung zur Erhöhung der Einnistungs- und Schwangerschaftsrate führen kann. Mehr...

Embryoblast

Innere Zellmasse der Blastozyste, die nur aus wenigen Zellen besteht, die sich an einem Pol der Blastozyste verlagern. Später entwickelt sich aus diesen Zellen der eigentliche Embryo.

Embryologie

Ist einer der drei Hauptbereiches eines IVF-Labors, welcher sich mit der pränatalen Entwicklungsbiologie beschäftigt. Diese reicht von der Entwicklung der Eizelle bis hin zum daraus resultierenden Embryo. Der Begriff stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie "ungeborene Leibesfrucht".

Embryotransfer

Übertragung eines oder mehrerer Embryos in die Gebärmutter nach Befruchtung außerhalb des Körpers. Mehr...

Endometriose

Griechisch zusammengesetztes Wort: endo = innen, metra = Gebärmutter. Häufige Ursache von ungewollter Kinderlosigkeit. Bei der Endometriose wandern Gewebeteile der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter und können dort Narben verursachen.

F

Follikel

Flüssigkeitsgefüllte Eibläschen, in denen sich die Eizellen befinden. Die Follikel reifen in den Eierstöcken.

Follikelpunktion

Anstechen des Eibläschens mit einer sehr feinen Hohlnadel, um die Eizelle zu gewinnen. Mehr...

Fötus

Bezeichnung eines Kindes ab der 9. Schwangerschaftswoche, nach Ausbildung der Organe bis hin zur Geburt.

FSH

Follikel stimulierendes Hormon, welches das Wachstum und die Entwicklung der Eibläschen und der Eizellen fördert.

G

Gebärmutter (Uterus)

Birnenförmiges Organ, in dem das Kind ausgetragen wird. Die Gebärmutter besteht aus dem Gebärmuttermund, dem Gebärmutterhals und der Gebärmutterhöhle. In die Gebärmutter münden die beiden Eileiter ein.

Gebärmutterschleimhaut (Endometrium)

Stark durchblutete Schleimhaut, die periodisch von der Gebärmutter gebildet wird. In die Gebärmutterschleimhaut nistet sich der Embryo ein.

Gelbkörper (Corpus Luteum)

Der nach dem Eisprung übrig gebliebene Rest des Eibläschens erhält nach einer Umwandlung eine gelbliche Farbe, daher Gelbkörper.

GnRH

Gonadotropin-Releasing-Hormone. Griechisch-englisch zusammengesetztes Wort : gonos = die Erzeugung, trop = Wirkung auf, Releasing = Freilassen. Hormon, das die Ausschüttung von LH und FSH bewirkt.

GnRH-Agonist

Medikament zur Hemmung der Ausschüttung von LH und FSH (nach anfänglicher Freisetzung dieser Hormone).

GnRH-Antagonist

Griechischer Wortstamm (anti = gegen). Medikamente, welche die Ausschüttung der Fruchtbarkeitshormone LH und FSH verhindern.

Granulosazellen

Sind Epithelzellen, die sich in der mehrschichtigen Körnerzellschicht (stratum granulosum) im Bereich der Ovarialfollikel befinden.

H

HALO Sperm Test

Diagnostischer Test zum Nachweis von DNA-Strangbrüchen im genetischen Erbmaterial von Spermien. Mehr...

HALO-Test

Diagnostischer Test zum Nachweis von DNA-Strangbrüchen im genetischen Erbmaterial von Spermien. Mehr...

HBA Test

Mit dem Hyaluronidase-Bindungstest werden jene Spermien herausgefiltert, die das Enzym Hyaluronidase produzieren, und somit für eine IVF tauglich sind. Dieses Enzym bringt die äußere Hülle der Eizelle zum Auflösen, so dass das Spermium in die Eizelle eindringen und es befruchten kann.

HIV-Infektion

Durch den HI-Virus ausgelöste Infektion.

HKSG

Die transvaginale Hysterosalpingokontrastsonographie ist ein Verfahren zur Überprüfung der Eileiterdurchgängigkeit per Ultraschall.  Bei dieser Untersuchung wird Medium durch die Eileiter gespült.

Hormone

Körpereigene Botenstoffe zwischen verschiedenen Organen.

Humanes Choriongonadotropin (HCG)

Lateinisch zusammengesetztes Wort: human = menschlich, chorion = Eihaut, gonaden = Geschlechtsdrüsen, trop = wirken. Schwangerschaftshormon, das als Medikament zur Auslösung des Eisprunges eingesetzt wird. HCG wird aus dem Harn von schwangeren Frauen gewonnen oder biotechnologisch hergestellt.

Humanes Menopausengonadotropin (HMG)

Lateinisch zusammengesetztes Wort: human = menschlich, Menopause = Wechseljahre. HMG wird aus dem Harn von Frauen nach den Wechseljahren gewonnen. HMG wird zur Stimulation der Eierstöcke eingesetzt.

I

IMSI = Intrazytoplasmatisch morphologisch selektierte Spermieninjektion

Verbesserte ICSI-Methode, bei der die Spermien bei 6000 facher Vergrößerung unter dem Mikroskop beurteilt und ausgewählt werden. Mehr...

In-vitro-Fertilisation (IVF)

Lateinisch zusammengesetztes Wort: in vitro = im Glas, Fertilisation = Befruchtung. IVF bedeutet Befruchtung außerhalb des Körpers. Mehr...

Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)

Lateinisch zusammengesetztes Wort: intra = in, hinein, Cytoplasma = Zellinhalt, Spermium = männliche Samenzelle. Methode der künstlichen Befruchtung, bei der ein einzelnes Spermium mit Hilfe einer dünnen Hohlnadel in eine Eizelle gespritzt wird. Mehr...

Intrauterine Insemination (IUI)

Insemination ist die Übertragung von Samen in die Scheide oder Gebärmutter mit technischen Hilfsmitteln. Bei der IUI wird der Samen in die Gebärmutter, möglichst nahe an das Ei gebracht.

K

Kryokonservierung

Griechisches Wort: kryo = kühl, frostig. Durch Kryokonservierung können Eizellen im Embryonalstadium tiefgefroren werden. Mehr...

Kryologie

Ist eines der drei Hauptbereiche eines IVF-Labors, welches sich mit dem Aufbewahren von Zellen durch Einfrieren in flüssigem Stickstoff bei -196°C beschäfftigt. Durch dieses Verfahren kann die Vitalität von Zellen nahezu unbegrenzt aufrechterhalten werden; die gesamten Stoffwechselvorgänge werden quasi zum Stillstand gebracht.

L

Lutealphasen-Stützung

Die Lutealphase ist die Zeit, während der der Körper Progesteron produziert. Eine Unterstützung der Lutealphase ist dann notwendig, wenn die Frau zu wenig eigenes Progesteron bildet.

Luteinisierendes Hormon (LH)

Hormon, das den Eisprung auslöst.

M

Myom

Gutartiges Geschwulst in der Gebärmutter, das aus Muskelgewebe besteht. Myome können manchmal der Grund für anhaltende Unfruchtbarkeit oder Fehlgeburten sein.

O

OHSS = Ovarian hyperstimulation syndrome

Das ovarielle Überstimulationssyndrom kann als Nebenwirkung durch hormonelle Stimulation der Eierstöcke hervorgerufen werden.

Ö

Östrogen

Lateinisch zusammengesetztes Wort: östrus = Paarungsbereitschaft, gen = erzeugen. Östrogen ist ein weibliches Geschlechtshormon, das in den Eierstöcken gebildet wird und für den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut sorgt.

P

Percoll

Gradienten-Zentrifugation basierend auf einem kolloidalen Silikat mit einer Polyvinylpyrrolidon-Beschichtung, welche der Trennung zellulärer Bestandteile und damit der Anreicherung und Reinigung des Ejakulates dient.

Plazenta

Mutterkuchen, über den das Kind mit Nährstoffen versorgt wird. Nach der Geburt löst sich der Mutterkuchen von der Gebärmutterwand und wird als "Nachgeburt" ausgestoßen.

Polkörper

Auch Richtungskörper genannt, bezeichnet die Zellstruktur einer Eizelle, die im Rahmen der Reife- oder Reduktionsteilung (Meiose) entsteht. Der Polkörper befindet sich an der Außenseite der Eizellmembran (Oolemm) im sogenannten Perivitellin-Raum.

Polkörperdiagnostik (PGD, PKD)

Entnahme eines oder beider Polkörper aus der Eizelle zur Untersuchung von chromosomalen Fehlverteilungen mütterlicher Seites. Durch diese Verfahren können Anlagen für bestimmte erbliche Erkrankungen mit großer Wahrscheinlichkeit festgestellt oder ausgeschlossen werden. An unsere Clinic werden zwei Methoden durchgeführt, mit denen chromosomale Fehlverteilungen ermittelt werden können. Dies ist einerseits CGH = Comparative genomic hybridization und andererseits FISH = Flourescence in situ hybridization. Mehr...

Polyzystisches Ovar (PCO)

Aus dem Griechischen abgeleitet von kytis = Blase und poly = zahlreich. Eierstock mit vielen kleinen Zysten

Progesteron

Lateinisch zusammengesetztes Wort: pro = für, gestatio = Schwangerschaft. Progesteron wird vom Gelbkörper gebildet. Progesteron bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung des Embryos vor.

Prolaktin

Lateinisch zusammengesetztes Wort: lactis = Milch. Hormon, das im Gehirn gebildet wird. Prolaktin bringt den Milchfluss in Gang.

Prostata

Unterhalb der Blase liegende, kastaniengroße Drüse beim Mann. Die Prostata gibt Sekrete in die Samenflüssigkeit, welche die Fortbewegung der Spermien unterstützen.

R

Retrograde Ejakulation

Samenerguss, bei dem das Ejakulat anstatt durch den Penis rückwärts in die Harnblase ausgestoßen wird (= Ejakulationsstörung).

Röteln

Durch den Rötelvirus ausgelöste Infektionskrankheit. Eine Rötelinfektion während der Schwangerschaft kann zu schweren Schäden beim Kind führen.

S

Schilddrüsenstimulierendes Hormon (TSH)

Hormon, das die Schilddrüse (Glandula thyreoidea) stimuliert.

Seminalplasmaspülung

Einspritzen der Samenflüssigkeit des Partners (= Ejakulat ohne Spermien) in den Gebärmutterhals und in die Scheide der Patientin unmittelbar nach der Eizellentnahme, um die Einnistung des Embryos zu unterstützen/erleichtern. Mehr...

Sperma

Auch Samen oder Samenflüssigkeit genannt, ist jene Flüssigkeit, die beim Samenerguss (Ejakulation) aus der Harnröhre austritt. Diese Befruchtungsflüssigkeit besteht zum größten Anteil aus Flüssigkeiten verschiedener männlicher Drüsen sowie den Spermien (Samenfäden oder Spermatozoen).

Spermaperfusion

Überprüfung der Eileitergängigkeit (HKSG) und anschließender Insemination.

Spermiogramm

Untersuchung des Ejakulats nach Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Diese Untersuchung umfasst in einem Andrologielabor die Standardverfahren wie das makroskopische Aussehen (Aussehen, Volumen, pH-Wert, Geruch), das mikroskopische Aussehen (Aggregation, Agglutionation, zelluläre Elemente außer den Spermien), die Spermienmotilität, Spermienvitalität, Spermienanzahl, Spermien-Morphologie und die Peroxidase-Aktivität der Leukozyten.

Sterilisation

Unterbindung der Samenleiter beim Mann, bzw. der Eileiter bei der Frau, um eine Unfruchtbarkeit herbeizuführen.

Sterilität

Wenn sich bei regelmäßigem Geschlechtsverkehr über ein Jahr keine Schwangerschaft einstellt, gehen die Mediziner von einer Unfruchtbarkeit (Sterilität) aus. Diese muss allerdings nicht endgültig sein.

T

TESE/MESA

Befinden sich im Ejakulat überhaupt keine Spermien, besteht die Möglichkeit, Spermien direkt aus dem Hoden (TESE = Testikuläre Spermienextraktion) bzw. Nebenhoden (MESA = Mikrochirurgische Epididymale Spermienaspiration) zu gewinnen.

Testosteron

Wichtigstes männliches Sexualhormon, das in geringer Konzentration auch bei Frauen vorkommt. Sowohl beim Mann als auch bei der Frau beeinflusst dieses Hormon den Fett- und Zuckerstoffwechsel und ist für die Muskelmasse und Muskelkraft sowie für die Knochendichte und Knochenreife verantwortlich. Im Embryo ist diese Hormon für die Ausbildung von Penis, Hoden und Hodensack maßgeblich. In der Pubertät führt das Testosteron bei Buben zum Wachstum  der Geschlechtsorgane und zur Reifung der Spermien sowie zu einem männlichen Erscheinungsbild.

Trophoblast

Schützende Hülle um den inneren Zellhaufen der Blastzyste, aus der sich später Plazenta und Eihäute entwickeln.

Z

Zech Selector

Ermöglicht eine schonende Trennung von gesunden und geschädigten Spermien, wobei sich die „guten“ Spermien aktiv - ohne externe Einwirkung - von den „schlechten“ Spermien selektieren. Mehr...

Zona pellucida

Ist die Hülle um die Eizelle, die auch als Glashaut bezeichnet wird.

Zygote

Ist eine befruchtete Eizelle, die durch Verschmelzung von Ei- und Samenzelle entstanden ist.