Lesbische Paare

Geregelt wird die Möglichkeit einer Samenspende im Fortpflanzungsmedizingesetz. Bislang war eine medizinisch unterstützte Fortpflanzung nur in einer Ehe oder eheähnlichen Gemeinschaft (Lebensgemeinschaft) zulässig.

2013 erklärte der Verfassungsgerichtshof, dass ein Ausschluss für zwei in einer Lebensgemeinschaft lebenden Frauen diskriminierend sei, wodurch seit Jänner 2015 Samenbanken sowie Eizellspenden für lesbische Paare zugänglich sind. Die Behandlung wäre die Insemination mit Spendersamen. Voraussetzung hierfür ist jedoch auch, dass die Frau über funktionsfähige Eileiter verfügt. Somit trifft der Kern des Verhandlungspunktes, also die Vermeidung der Leihmutterschaft, nicht zu.

Ausgenommen sind weiterhin alleinstehende Frauen. Laut Gesetz soll Kindern nicht im vorhinein nur ein Elternteil zur Verfügung stehen.

Für homosexuelle Männer sind die Gegebenheiten, ihren Kinderwunsch zu erfüllen, in Österreich deutlich schwieriger. Die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes bedeutet nämlich nicht, dass Männer in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft die Möglichkeit einer Leihmutterschaft eingeräumt werden muss.

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