Abschluss Arbeiten


Die Ergebnisse einiger unserer Dissertationen und wissenschaftlichen Arbeiten für alle Interessierten:


Männliche Infertilität durch exogene Ursachen

Diplomarbeit von Dagmar Elke Meierhofer aus dem Jahre 2003

Die Erfüllung des Kinderwunsches ist die natürlichste Sache der Welt, doch sind heute etwa 10 bis 15% der Paare ungewollt kinderlos und benötigen ärztliche Hilfe. Die Sterilitätsursache findet sich meistens nicht bei einem Partner alleine, sondern oft sind beide Partner davon betroffen. Daraus ergibt sich, dass 50% der Sterilitätsfaktoren beim Mann liegen. Bereits in den letzten Jahrzehnten wird über eine Verschlechterung der Spermienqualität diskutiert. Nun ist man auf der Suche nach dem Grund dieses Phänomens. Die andrologische Basisdiagnostik dient dazu, die Feritlitätsstörungen des Mannes zu lokalisieren. Die wichtigste und inzwischen auch noch immer aussagekräftigste Untersuchung ist dabei das Spermiogramm, die Untersuchung des männlichen Ejakulates.

Die Gründe für die Infertilität des Mannes können vielseitig sein. Neben den körperlichen und genetischen Ursachen wird heute auch immer mehr auf die Faktoren geachtet, die von außen auf den menschlichen Körper einwirken und ihn schädigen können. Hauptsächlich auf diese exogenen Ursachen beziehen sich diese Kapitel der Diplomarbeit. Sie sollen ergründen, ob es möglich ist, dass körperfremde Substanzen den männlichen Organismus so negativ beeinflussen können, dass daraus so schwerwiegende Folgen, wie die Infertilität, entstehen können. 

In der klinischen Praxis soll in Zukunft immer dran gedacht werden, dass Infertilität durch Umwelteinflüsse hervorgerufen werden kann. Die Feststellung dieser Faktoren hängt zum größten Teil vom eigenen Verdacht und der genauen Anamnese über berufliche, hauswirtschaftliche oder anderen möglichen Expositionen ab. Die genaue Berufsanamnese bleibt daher der wichtigste Teil der Untersuchung. Auch die häuslichen Bereiche, wie etwa Gartenarbeit (Pestizide), Ferien (Landwirtschaft) und Hobbys müssen beachtet werden. Diese Beobachtungen können für zukünftige retrospektive Datenanalysen von enormer Bedeutung sein.