Kosten, die eine künstliche Befruchtung mit sich bringen kann

Eine künstliche Befruchtung kann Paaren mit Kinderwunsch, die nicht in der Lage sind, auf natürliche Art und Weise ein Kind zu zeugen, zu Nachwuchs verhelfen. Hierfür bringt der behandelnde Arzt Ei und Samen innerhalb oder außerhalb des weiblichen Körpers zusammen, um so eine Einnistung und damit Schwangerschaft herbeizuführen. 

In Österreich sind zwischen 15 und 20 Prozent aller Paare ungewollt kinderlos. Kein Wunder, dass der Anteil an Paaren, die durch eine künstliche Befruchtung eine Schwangerschaft erreichen möchten, immer weiter steigt: Denn mit zunehmendem Alter nimmt die Fruchtbarkeit stark ab. Daher entscheiden sich viele kinderlose Paare schon frühzeitig für eine künstliche Befruchtung. 

Bei einer künstlichen Befruchtung greift die Medizin in die Zeugung ein. Der Vorgang ist also von der natürlichen Paarsexualität entkoppelt. Dennoch funktioniert eine künstliche Befruchtung im Prinzip wie die Befruchtung durch Geschlechtsverkehr, denn auch sie basiert auf der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle. 

In-vitro-Fertilisation oder Insemination

Bei einer künstlichen Befruchtung kann zwischen zwei unterschiedlichen Vorgehensweisen gewählt werden: der In-vitro-Fertilisation und der Insemination. Wobei die Insemination mit Kosten ab 200 Euro pro Zyklus deutlich günstiger ist als  die aufwendigere In-vitro-Fertilisation, bei der mit etwa 3.000 Euro pro Zyklus zu rechnen ist.

 
Bei der In-vitro-Fertilisation erfolgt die Befruchtung der Eizelle nicht im weiblichen Körper, sondern im Labor. Dabei werden Eizellen entnommen, ehe sie mit den Samenzellen des Mannes zusammengebracht werden. Die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, liegt bei etwa 30 Prozent. 

Weil unter Umständen mehrere Zyklen notwendig sind, erreichen die Gesamtkosten für eine In-vitro-Befruchtung rasch 9.000 Euro, denn jeder einzelne Zyklus kostet insgesamt etwa 3.000 Euro: 1.500 Euro für den Arzt und 1.500 Euro für die Medikamente. Nur so können mehrere Eizellen heranreifen, die anschließend befruchtet werden können. 

Bei der Insemination werden keine Eizellen entnommen, sondern der männliche Samen direkt in die Gebärmutter injiziert. Eine Insemination im Spontanzyklus kostet etwa 200 Euro, während eine Insemination bei hormoneller Stimulation mit etwa 1.000 Euro zu Buche schlägt. Die Preise für die Medikamente sind hier jedoch noch nicht enthalten. 

Bei der Insemination liegt die Chance auf eine Schwangerschaft bei etwa 10 Prozent. Ist es einem Paar mit der Schwangerschaft ernst, sind also auch hier bis zu sechs Behandlungen notwendig. Zudem nehmen viele kinderlose Paare, bei denen eine Insemination nicht erfolgreich verläuft, anschließend noch die In-vitro-Möglichkeiten in Anspruch. 

Es bleibt also festzuhalten: Die Kosten, die eine künstliche Befruchtung mit sich bringen kann, können rasch hoch werden. Glücklicherweise wird die Therapie der Unfruchtbarkeit in Österreich durch unterschiedliche Gesetze geregelt, zu denen unter anderem auch das Fortpflanzungsmedizingesetz gehört. 

Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung

Das Fortpflanzungsmedizingesetz wurde 1992 verabschiedet und 2015 das letzte Mal aktualisiert. Im Großen und Ganzen regelt es die Behandlungsvarianten der medizinisch unterstützten Fortpflanzung sowie den Umgang mit den Embryonen. 

Zusätzlich wurde, um Paare mit unerfülltem Kinderwunsch finanziell zu unterstützen, der IVF-Fonds eingerichtet. Diese durch das Gesetz geregelte Möglichkeit zur finanziellen Hilfestellung bei künstlicher Befruchtung wurde 1999 verabschiedet. In dem Gesetz ist festgelegt, wie die Rückerstattung der Kosten einer künstlichen Befruchtung zu erfolgen hat. 

Der IVF-Fonds legt fest, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, um als kinderloses Paar eine anteilige Kostenübernahme in Anspruch nehmen zu können. Werden diese Voraussetzungen erfüllt, können 70 Prozent der Kosten für eine künstliche Befruchtung übernommen werden. 

Ebenfalls im Gesetz zum IVF-Fonds ist geregelt, vor welchem Hintergrund die Behandlungskosten vom Staat mitgetragen werden und an welche Stellen sich Paare mit unerfülltem Kinderwunsch wenden können. Wird die Kostenübernahme bewilligt, zahlen betroffene Paare lediglich noch einen Selbstbehalt von 30 Prozent. 

Die Möglichkeit für die finanzielle Unterstützung im Rahmen einer In-vitro-Befruchtung oder Insemination besteht im Allgemeinen für höchstens vier Versuche – einschließlich der hierfür erforderlichen Medikamente. Werden weitere Zyklen benötigt, muss das Paar jedoch selbst dafür aufkommen. 

Möchte ein Paar die anteilige Rückerstattung durch den IVF-Fonds beantragen, ist es dazu verpflichtet, vor Beginn der Behandlung mit einem Zentrum für künstliche Befruchtungsmethoden wie beispielsweise der Kinderwunsch-Clinic in Innsbruck Kontakt aufzunehmen. Hier werden sämtliche Kriterien rasch und zuverlässig geprüft. 

Fällt die Prüfung positiv aus, wird ein persönlicher Behandlungsvertrag abgeschlossen. Nicht möglich ist es, die Kosten für eine In-vitro-Fertilisation oder Insemination zunächst selbst zu übernehmen und die anteilige Kostenübernahme nachträglich zu beantragen. Wenden Sie sich daher am besten noch heute an das ärztliche Team um Dr. Josef Zech! 

Quellen: 
- https://www.netmoms.de/magazin/kinderwunsch/kuenstliche-befruchtung/kosten-der-kuenstlichen-befruchtung/ 
- https://www.9monate.de/kinderwunsch-familienplanung/reproduktionsmedizin/kuenstliche-befruchtung-kosten-ablauf-und-erfolgschancen-id152237.html 
- https://www.netdoktor.at/familie/kinderwunsch/ivf-kosten-5356 
- https://www.kinderwunsch.at/de/

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