Wie verläuft die Schwangerschaft?

Eine Schwangerschaft ist eine aufregende Sache und Frauen spüren die Veränderungen in ihrem Körper häufig schon kurz nach der Befruchtung. Eine spannende Zeit bricht an, in der Sie Ihren Körper ganz neu kennenlernen. 

Das erste Trimester 

Das erste Trimester dauert von der ersten bis zur 13. Schwangerschaftswoche, wobei die Schwangerschaft in den ersten zwei bis drei Wochen nur rein rechnerisch besteht. Da die Befruchtung zwischen dem 13. und dem 18. Tag des Zyklus stattfindet, haben Sie den ersten Monat schon fast geschafft, ehe die Schwangerschaft überhaupt besteht. 

Schon bald stellt sich ein Ziehen im Unterbauch ein, die Brust wird größer und teilweise kommt es zu einer leichten Schmierblutung. Diese zeugt von der Einnistung des Embryos, der im ersten Trimester alle Organe, Gliedmaßen und Nervenzellen bildet. 

Der Körper der Schwangeren produziert jetzt das humane Choriongonadotropin, besser bekannt als hCG. Das Hormon ist für gelegentliche „Nebenwirkungen“, wie Übelkeit und Reizbarkeit verantwortlich und bereitet den Körper auf die Schwangerschaft vor. Ein erneuter Eisprung ist nicht mehr möglich. Ab ungefähr der 6. Schwangerschaftswoche schlägt das Herz des Kindes, ab der 9. Woche sind alle Organe entstanden. Nun gilt das Kind als Fötus und nicht mehr als Embryo. 

Nach dem positiven Schwangerschaftstest sollte die werdende Mutter einen Arzt aufsuchen, der die Schwangerschaft bestätigt. Der zweite Arzttermin wird zwischen der 9. und der 12. Schwangerschaftswoche liegen und befasst sich mit der ersten großen Vorsorgeuntersuchung. Meist ist dann auch erkennbar, ob es sich um eine Mehrlingsschwangerschaft handelt. Werdende Mütter bekommen nun ihren Mutterpass ausgestellt, der die nächsten acht Monate der ständige Begleiter sein sollte. Außerdem rät der Arzt zur Pränataldiagnostik, wenn eine Risikoschwangerschaft vorliegt. 

Das zweite Trimester 

Mit Beginn des zweiten Trimesters gilt die Schwangerschaft als gesichert, das Risiko für eine Fehlgeburt ist deutlich geringer. Der Schwangeren geht es nun deutlich besser, die Nebenerscheinungen der Schwangerschaft lassen rapide nach. Reisen und die meisten Tätigkeiten des Alltags sind noch problemlos möglich, daher bezeichnen viele Schwangere das zweite Trimester als das entspannende. 

Langsam wird der Bauch runder, zudem steht der zweite große Ultraschall an. Dieser findet zwischen der 19. und der 22. Schwangerschaftswoche statt. Jetzt stehen die Organe des Kindes im Fokus, auch sein Geschlecht ist mit ein wenig Glück erkennbar. Die Mutter spürt jetzt die ersten Kindsbewegungen, die aber von außen noch nicht sicht- oder tastbar sind. Väter können ab der 25. Schwangerschaftswoche das Glück haben und beim Auflegen der Hand auf den Bauch sanfte Tritte spüren. 

Das Kind hat ab der 24. Schwangerschaftswoche gute Chancen bei einer Frühgeburt zu überleben, denn diese Woche gilt als Grenze für die meisten Kliniken (bzw. ein Geburtsgewicht von 500 g). Sollten Sie Wehen verspüren, ist das ein medizinischer Notfall und Sie müssen unbedingt in eine Klinik mit einem Perinatalzentrum. 

Verläuft alles regelgerecht, steckt das Kind seine gesamte Energie in sein Wachstum, was die Mutter durch ein vermehrtes Hungergefühl spürt. Auch der Eisenwert ist im zweiten Trimester oftmals sehr niedrig und sollte regelmäßig überwacht werden. An ihm hängt der Sauerstofftransport des Blutes, was wiederum Auswirkungen auf die Durchblutung der Plazenta und auf die Versorgung des Kindes hat. 

Das dritte Trimester 

Das dritte Trimester beginnt in der 28. Schwangerschaftswoche und kann für die werdende Mutter beschwerlich werden. Der Bauch wächst und Sie werden bis zum Ende der Schwangerschaft zwischen 10 und 20 kg zugenommen haben. Rückenschmerzen, angeschwollene Füße, Wassereinlagerungen in den Armen und das Gefühl, außer Puste zu sein, stellen sich ein. Außerdem stellen sich die Schwangeren immer wieder die Frage: Waren das jetzt echte Wehen oder Übungswehen? 

Der Körper der Frau übt für die Geburt, was durch unterschiedlich starke Übungswehen zu spüren ist. Die Gebärmutter kontrahiert leicht, der Geburtskanal ist aber noch fest verschlossen. Müttern, die bereits das zweite Kind bekommen, ist das bekannt, für Erstlingsmütter oftmals eine nicht leicht einzuordnende Erfahrung. 

Das Baby wächst nun nicht mehr so sehr in der Länge, wird dafür aber immer schwerer. Die Körperproportionen ähneln denen eines Neugeborenen, die Kindsbewegungen werden schon sehr kräftig. Viele Mütter berichten von den nächtlichen Tritten in Richtung Magen, was durchaus zu Schlafmangel führen kann. Ungefähr in der 32. Schwangerschaftswoche dreht sich das Kind in Geburtsposition. 

Das Kleine liegt ungefähr ab der 36. Schwangerschaftswoche in seiner endgültigen Geburtslage, einige Kinder sind aber so sportlich, dass sie sich bis kurz vor der Geburt noch einmal drehen. 

Treten nun regelmäßige Wehen auf, die sich durch ein warmes Bad verstärken (Übungswehen verschwinden!), ist es an der Zeit, die Klinik oder das Geburtshaus aufzusuchen. 

Quellen: http://www.hallofamilie.de/eltern-werden/schwangerschaft/verlauf.html 
https://www.elternkompass.de/schwangerschaftswochen/ 
https://www.familie.de/schwangerschaft-ssw-1-12-440818.html

 

Wir verwenden Cookies und verarbeiten Ihre persönlichen Daten. Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zu. Zur Datenschutzerklärung
ZUSTIMMEN