Was ihr über Omega 3, Folsäure und Eisen wissen solltet

Hast du deinen Eisenwert im Blick? Und wie sieht es mit deinen Omega 3 Fettsäuren aus?“ – Wenn der Storch bei euch landen soll, könnt ihr euch vor lauter gut gemeinter Ratschläge für die Mama in spe vermutlich gar nicht retten. Doch was stimmt in Zusammenhang mit Fruchtbarkeit, Kinderwunsch und Schwangerschaft?Eines ist auf jeden Fall klar, nicht erst mit der Schwangerschaft, sondern bereits mit dem Wunsch nach einem kleinen großen Wunder, steigt der Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Sie sind nur in kleinen Mengen in Lebensmitteln enthalten, groß ist ihre Bedeutung hingegen für Mutter und Kind. Omega 3, Folsäure und Eisen sind drei dieser sogenannten Mikronährstoffe. Was sie können, wo sie zu finden sind und wie sie wirken, wird hier verraten: 

Omega 3: Essenzielle Hilfe für Mama und Baby

Von den mehrfach ungesättigten Fettsäuren habt ihr sicher schon gehört. Auch davon, dass sie für die Gesundheit unentbehrlich sind. Omega 3 ist genau so eine Fettsäure. Sie kann vom Körper nicht selbst hergestellt werden. Allerdings fördert sie den Aufbau der Zellmembranen und spielt während der Schwangerschaft bei der Hirn- und Sehkraftentwicklung des kleinen Passagiers eine große Rolle. Auch schon in der Vorbereitung auf die Schwangerschaft helfen Omega 3 Fettsäuren: Sie füttern die Mitochondrien in den Eizellen, die ihr euch als kleine Zellkraftwerke vorstellen könnt. So simpel wird die Fruchtbarkeit gesteigert.

Wo Omega 3 drinnen steckt

Nicht zu Unrecht werden Omega 3 Fettsäuren oft als Multitalente aus dem Meer bezeichnet: In Lachs und Thunfisch sind sie genauso enthalten wie in Aal, Sardinen, Hering und Schalentieren. Pflanzliche Omega 3 Fettsäuren sind in hochwertigen Ölen wie Fisch-, Lein- oder Rapsöl zu finden. Die effektivere Variante für den Körper ist aber der Verzehr von Fisch. Denn gerade in fetten Kaltwasserfischen befinden sich jene Fettsäuren – EPA und DHA genannt – die sowohl für die Gesundheit und Fruchtbarkeit der Mutter als auch die Hirnentwicklung des Babys von Bedeutung sind. Wird in Sachen Omega 3 auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgegriffen, sollte stets die Qualität hinterfragt werden. Statt billigen Kapseln lohnt sich der Griff zu hochwertigeren Ölen.

Folsäure: Eine Herzensangelegenheit

„Babywunsch? Jetzt schnell zur Folsäure greifen!“ – so oder ähnlich lauten die Aufforderungen, die ihr vermutlich aus diversen Infomaterialien kennt. Aber warum? Folsäure ist ein empfindliches B-Vitamin, das entscheidend an der Zellteilung und -bildung sowie am Energiestoffwechsel beteiligt ist. Das sogenannte „Schwangerschaftsvitamin“ ist beim Aufbau von Gewebe unverzichtbar. Kurz und knapp: Folsäure sorgt dafür, dass sich die Herzfunktion eures Babys richtig entwickelt. Das ist gerade in den ersten Schwangerschaftswochen wichtig. Fehlt Folsäure kann es zu Fehlbildungen kommen.

Woher du Folsäure bekommst

Das Schwangerschaftsvitamin steckt in Nahrungsmitteln wie Spinat, Brokkoli, Fenchel, Spargel, Erdbeeren, Himbeeren, Orangen oder Bananen. Auch Vollkornprodukte, Nüsse, Milcherzeugnisse und Hülsenfrüchte sind solide Folsäure-Quellen. Das ist auch gut so, immerhin verdoppelt sich der Bedarf an Folsäure in der Schwangerschaft.

Eisen: Das richtige Maß im Blick

Jeden Monat verlieren Frauen dieses kostbare Mineral während ihrer Periode. Bei einem Kinderwunsch ist es deshalb wichtig, die Reserven aufzufüllen. Das Spurenelement Eisen ist nämlich für den Sauerstofftransport im Blut verantwortlich, stärkt das Immunsystem und die Zellfunktion. Bei einer Schwangerschaft steigt das Blutvolumen der werdenden Mutter. Es wird mehr Blut gebraucht, wodurch sich auch der Eisenbedarf erhöht. Er verdoppelt sich in der Regel von 15 auf 30 Milligramm pro Tag. Fehlt dem Körper Eisen, macht er darauf aufmerksam – und das oft ziemlich vehement. Zu den Symptomen zählen etwa Müdigkeit, Vergesslichkeit, Kurzatmigkeit, Blässe, Haarausfall und Depressionen. Du fühlst dich angesprochen? Dann ab zum Arzt, der mit einer Blutuntersuchung deinen Eisenanteil bestimmen kann.

Wie du Eisenmangel vermeiden kannst

In der Schwangerschaft ist dunkles Fleisch ein wichtiger Bestandteil deiner ausgewogenen Ernährung. Warum? Weil Eisen aus tierischen Lebensmitteln besser aufgenommen werden kann als aus pflanzlichen. Deshalb kann eine vegetarische oder vegane Ernährung häufig zu einem dauerhaften Eisenmangel führen. Aber auch, wenn du Vegetarierin oder Veganerin bist, ist das noch lange kein Grund zum Verzweifeln. Denn die Eisen-Aufnahme aus pflanzlichen Lebensmitteln wie etwa Vollkornprodukten oder Hülsenfrüchten (Erbsen, Bohnen und Linsen) kann optimiert werden, wenn du gleichzeitig Vitamin C zu dir nimmst. In der Praxis lohnt es sich also beim Frühstück einfach ein Glas Orangensaft zum Vollkorn-Müsli oder Vollkornbrot zu genießen. Und mittags? Da stärkt das Vitamin C aus Kartoffeln die Eisenaufnahme aus grünem Blattgemüse. Freudige Nachrichten übrigens für alle Naschkatzen: Auch Zartbitterschokolade pusht den Eisenanteil.

Mehr ist nicht immer mehr!

Egal, ob Mineralien, Nährstoffe oder Vitamine – inzwischen kann quasi alles, was dem Körper fehlt, in Form von Nahrungsergänzungsmitteln aufgenommen werden. Doch so einfach ist es nicht! Ganz nach dem Motto „mehr ist mehr“ Unmengen an Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen ist der falsche Weg. Speziell wenn es um die Familienplanung geht, ist es klüger, zuerst einen Bluttest zu machen. Nur so kann der Arzt feststellen, welche Mikronährstoffe deinem Körper fehlen und inwiefern es sinnvoll ist, ein bisschen nachzuhelfen. Selbstexperimente führen zu keiner Verbesserung, im Gegenteil.

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