Welchen Einfluss hat die Ernährung auf die Schwangerschaft?

In Österreich leiden viele Frauen unter Endometriose. Dabei handelt es sich um eine Krankheit, bei der sich im ganzen Körper gutartige Geschwülste aus Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, bilden. Befallen diese die Eierstöcke oder die Eileiter, sinkt die Chance auf eine erfolgreiche Schwangerschaft. 

Zahlreiche Studien haben jedoch gezeigt, dass eine umfassende Ernährungstherapie den negativen Auswirkungen der Endometriose entgegenwirken kann. Aus diesem Grund raten viele Mediziner erkrankten Frauen zu einer naturbelassenen, basischen Ernährung, um die Beschwerden zu lindern und ihre Fruchtbarkeit zu verbessern. 
Nachfolgend erfahren Sie, welchen Einfluss die Ernährung bei akuter Endometriose auf die Schwangerschaft haben kann und worauf Sie beim Zusammenstellen Ihres Speiseplanes besonders achten sollten.

 

Höhere Beschwerden bei falscher Ernährung

Obwohl allein in Österreich über 300.000 Frauen an Endometriose leiden, ist diese Krankheit kaum erforscht. Experten gehen darüber hinaus davon aus, dass die Erkrankung bei vielen Betroffenen noch nicht diagnostiziert wurde. Bisher wurden zudem nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt.

Aus diesem Grund sind sich viele Ärzte unsicher, wie die Krankheit effektiv behandelt werden kann. Neueste Studien zeigen jedoch einen direkten Zusammenhang zwischen der Fruchtbarkeit bei Endometriose und der Ernährung. Einige Forscher gehen sogar davon aus, dass die Ursache der Störung in einer Kombination aus einem schwachen Immunsystem und einer falschen Ernährung besteht.

Dennoch konnte bereits eindrucksvoll nachgewiesen werden, dass sich die Beschwerden bei einem häufigen Konsum von rotem Fleisch und Wurstwaren erheblich verschlimmern. Darüber hinaus wirken sich auch hydrogenierte Fette, Transfette und Koffein nachteilig auf die Fruchtbarkeit und Schwangerschaft aus.
Zahlreiche betroffene Frauen konnten außerdem durch den Verzicht auf zuckerhaltige Lebensmittel und alkoholische Getränke eine positive Wirkung erzielen. Dabei hat sich gezeigt, dass Betroffene insbesondere stark verarbeitete Fertiggerichte mit künstlichen Zutaten weitestgehend meiden sollten.

 

Wirkung von Gluten bei Endometriose 

Österreichische Fachärzte haben herausgefunden, dass Frauen mit akuter Endometriose sehr häufig an einer Glutenunverträglichkeit leiden. Aus diesem Grund sollten Sie ebenfalls auf glutenhaltige Lebensmittel verzichten. Entsprechend ist es wichtig, sich vor dem Kauf eines Produktes ausführlich mit dessen Inhaltsstoffen zu beschäftigen. 
In Weizen, Gerste und Roggen ist besonders viel Gluten enthalten. Darüber hinaus stellen auch Hafer, Dinkel und Emmer ein großes Problem dar. Achten Sie darauf, dass selbst Triticale, Kamut und Bulgur viel Gluten enthalten und dadurch Ihre Fruchtbarkeit beeinflussen können. Neben diesen Lebensmitteln beinhalten außerdem nahezu alle Getreidesorten diesen Stoff.

Für das Zusammenstellen des Speiseplans bedeutet das, dass Sie auf mehlhaltige Produkte, wie Brot, Pasta, Gebäck und Couscous, verzichten sollten. Weiterhin ist es ebenfalls sinnvoll, fermentierte Getränke, panierte Speisen und einige Wurstwaren zu meiden.

Anfangs fällt es vielen Frauen schwer, eine Alternative für diese Lebensmittel zu finden. Tatsächlich können glutenhaltige Zutaten aber problemlos durch Reis und Mais ersetzt werden. Ferner eignen sich auch Tapioka und Buchweizen für eine schonende Ernährung. Anstelle von Nudeln können Sie oftmals auch mehr Gemüse verwenden. 
Der Ersatz von Brot erfordert hingegen etwas Kreativität. Kleinere Mahlzeiten sollten vor allem aus frischem Obst und Gemüse sowie Eiern und Fisch bestehen. Zusätzlich können Sie Fleisch, Hülsenfrüchte und Milchprodukte als Zutaten verwenden. Dabei ist aber darauf zu achten, dass einige Käsesorten ebenfalls Gluten enthalten. 

 

Optimale Ernährung für eine Schwangerschaft

Einige Speisen können sogar einen positiven Einfluss auf die Symptome der Endometriose haben und eine Schwangerschaft begünstigen. Dazu gehören unter anderem grünes Blattgemüse, wie Mangold, Spinat und Feldsalat sowie Hülsen- und Trockenfrüchte. Weiterhin sind viele Kreuzblütler, wie Kohlrabi, Brokkoli oder Kohl, sehr bekömmlich.

Schließlich stellen gemahlene Leinsamen, Leinsamenöl und andere Samen eine gute Wahl dar. Darüber hinaus kann der tägliche Konsum von frischem Grüntee ebenfalls die Symptome und Beschwerden erheblich lindern. 
Sowohl vor als auch während der Schwangerschaft sollten Sie insbesondere auf eine ausgewogene Ernährung achten. Es ist wichtig, genügend Magnesium, Vitamine und Spurenelemente aufzunehmen. Dabei sind insbesondere Traubenkernextrakt, Mönchspfeffer und Löwenzahn ausgezeichnete Lieferanten dieser wichtigen Inhaltsstoffe. 

Quellen: